Alle Angaben dieses FAQ sind unverbindlich und befreien nicht von der Pflicht, sich über den aktuellen Stand der Gesetzgebung und Vorschriften selbst umfassend zu informieren. Eine Haftung aufgrund unten stehender Angaben wird ausdrücklich ausgeschlossen. Fehler und Irrtum bleibt vorbehalten.

Wann und wo kann ich einen Probeflug durchführen?

GP15: Probeflüge sind noch nicht möglich. Sobald Probeflüge möglich sind, wird das hier und per Newsletter angekündigt.

GP14SE: derzeit ist ein Probeflug nur mit dem Werksflugzeug in Krosno (Polen) möglich. Probeflüge in Deutschland werden erst nach abgeschlossener Musterzulassung und Flugzeugverfügbarkeit möglich, das wird in 2019 so weit sein.

Voraussetzung für einen Probeflug sind eine gültige Segelflug- und UL-Lizenz sowie Wölbklappenerfahrung. Für einen Probeflug bitte direkt Kontakt mit dem Werk in Polen aufnehmen, per email an info@gpgliders.com – wir können hier aus D leider nicht weiterhelfen, es wird in 2018 auch über Bestandskunden keine Probeflugmöglichkeit geben.

Achtung: rechtlich dürfen Piloten mit deutschem Wohnsitz grundsätzlich nur in D zugelassene UL fliegen!

Karte von Krosno

Kann ich die GP14E als Segelflieger auch ohne UL-Lizenz (probe-)fliegen?

Nein. Für den Flug mit einem UL ist eine UL-Lizenz eine gesetzliche Voraussetzung. Rechtlich ja völlig klar! Trotzdem werden wir das Flugzeug nicht an einen UL-Piloten ohne Segelflugschein verkaufen. Inoffiziell erwarten wir also von einem Käufer zusätzlich zum UL-Schein einen Segelflugschein!

Kann das Flugzeug ohne Musterzulassung in D geflogen werden?

Aktuell gibt es noch keine UL-Musterzulassung, diese ist für Ende 2018 geplant. Der Musterzulassungsprozess wurde gestartet, als Erstes wird es eine VVZ (Vorläufige Verkehrs-Zulassung) geben. Ein Betrieb ist nach Prüfung über eine VVZ (Vorläufige Verkehrs-Zulassung) möglich, eine Antragstellung erfolgt durch den Halter über DAeC oder DULV. VVZ-Piloten benötigen mind. 100 h Flugerfahrung.

Kann ich das Flugzeug im Ausland zulassen und in D fliegen?

  • LBA: Ausländisch registrierte Ultraleichtluftfahrzeuge, welche in die Bundesrepublik Deutschland einfliegen wollen, sind den Luftfahrzeugen des privaten Luftverkehrs nach Artikel 5 des ICAOAbkommens gleichgestellt. Ultraleichtluftfahrzeuge bedürfen daher keiner gesonderten Einflugerlaubnis.
  • Wer deutscher Staatsbürger ist oder seinen Hauptwohnsitz in Deutschland hat, fällt unter das deutsche Luftrecht und benötigt daher zum UL-Fliegen in Deutschland eine deutsche UL-Lizenz sowie ein in Deutschland zugelassenes UL (siehe  LuftVZO § 99 Abs. 2, LuftVG § 4 Abs. 1 und LuftPersV § 1)

Mir ist das mit dem Abfluggewicht unklar, welche Zuladung ist möglich?

Das Flugzeug wird weltweit ausgeliefert, die Regelungen bezüglich MTOW sind länderabhängig unterschiedlich. Während die Flieger selbst für weit höheres MTOW ausgelegt sind (und in anderen Ländern auch so betrieben werden), gilt in Deutschland die Beschränkung für einsitzige UL: max. 300 kg (plus Gewicht des Rettungssystems, insg. maximal 312,5 kg). Allerdings greift eine weitere MTOW-beschränkende Regelung: Vs 65 km/h! Es ist also zu ermitteln, ab welchem MTOW die 65 km/h überschritten werden, und daraus kann sich ergeben, dass in der Musterzulassung ein geringeres Gewicht als die eigentlich zulässigen 300+ kg eingetragen werden. Aus diesem Grund gehen wir – für Deutschland – von einem MTOW von 255 kg für die GP14 (Leergewicht inkl. GRS und RESLS 170 kg, ergibt eine rechtlich zulässige Zuladung von 85 kg) und 285 kg für die GP15 (Leergewicht inkl. GRS und RESLS 185 kg, ergibt eine rechtlich zulässige Zuladung von 100 kg) aus. Die angegebenen Leergewichte enthalten Grundinstrumentierung, Gesamtrettungssystem und elektrisches Antriebssystem inkl. Standardbatterien. Die zulassungsrelevanten MTOW-Werte werden im Rahmen der Musterzulassung ermittelt.

Können die Flugzeuge an Winde/Flugzeug geschleppt werden?

In der deutschen Musterzulassung werden auch Kupplungen für Winde und Flugzeugschlepp zugelassen (mittels Übernahme der entsprechenden Zulassungsvorschriften aus CS-22). Eine Flugzeugschleppkupplung (TOST) gehört zur Serienausstattung, eine Windenschleppkupplung (TOST) kann optional bestellt werden.

Wer kann die Jahresnachprüfung durchführen?

Die Jahresnachprüfung erfolgt durch einen Prüfer der Klasse 5. Prüferadressen finden sich beim DAeC und DULV.

Was brauche ich für die Anhänger-Zulassung?

Segelflugzeuganhänger sind von der Zulassungspflicht und damit auch von der Haftpflichtversicherungspflicht befreit. Die Anhänger benötigen allerdings ein grünes Kennzeichen. Zur Kennzeichenerteilung ist ein CoC (Certificate of Conformity) und der Kaufvertrag vorzulegen, für eine 100 km/h Plakette darüber hinaus eine Bestätigung des Herstellers, dass der Anhänger der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO entspricht und für Tempo 100 km/h auf Autobahnen geeignet ist. Damit kann man vorab ein Kennzeichen für den Trailer erwerben und den Trailer (ggfls. mit Flieger) in Polen abholen. Wir können auch einen Trailer-Transport arrangieren.

Kann ich Trailer/Flugzeug geliefert bekommen?

Wir können auf Anfrage einen Transport arrangieren, die Kosten belaufen sich auf ca. 0,6 Euro je Kilometer (plus ggfls. Mautgebühren und Versicherung). Für den Kauf empfehlen wir die persönliche Abholung, um Hersteller und Werk persönlich kennen zu lernen, die Einweisung vom Hersteller zu erhalten sowie direkt eine Übernahmeinspektion und evtl. Probeflug vor Ort durchführen zu können.

Passe ich denn in den Rennrumpf mit meiner Größe rein?

Es gibt 2 Rumpfformen zur Wahl: Slim, also schmaler Rennrumpf und Standard. „Passen“ ist natürlich immer eine persönliche Empfindungsfrage, wir denken dass der Slim Rumpf bis 1,85m Größe und unter 90kg passen kann, wobei es wird sicher auch Leute in diesem Bereich geben wird, denen der Slim-Rumpf zu eng ist – im Zweifel ist der Standardrumpf die sichere Wahl. Und man kann natürlich im Werk probeliegen bzw. eine Sonderanpassung des Cockpits vornehmen lassen.